Schlittenhunde im VDSV

Alaskan Husky |
Schlittenhundesport -
das ist Hundesport und Natur pur!
Der Schlittenhund gehört zu den ältesten Gebrauchshunden der Welt. Sein Ursprung sind die nördlichen Regionen der Erde. Arktische Wölfe wurden domestiziert und später rassebedingt genetisch verändert. Schlittenhunde waren und sind auch heute noch wichtige Begleiter der Menschen dieser Klimazone.
Mit seinem Leistungswillen, seiner Widerstandsfähigkeit, seiner Genügsamkeit, der damit verbundenen hohen Energiefreigabe und seinem freundlichen Wesen half der Schlittenhund dem Menschen beim Überleben in Eis, Schnee und extremer Kälte.
Für die Urvölker des Nordens und die späteren Siedler waren Schlittenhunde zugleich wichtige Jagdgehilfen und familienfreundliche Begleiter. Einige Urvölker erinnern sich dieser hervorragenden Eigenschaften der Schlittenhunde wieder und setzen auf diese alte Tradition. Neben Motorschlitten fahren die Bewohner der arktischen Regionen wieder sehr bewusst mit ihren Schlittenhundengespannen.
In der Geschichte der Schlittenhunde gab es Ereignisse, die das Leistungsvermögen dieser Hunde und ihrer Musher (Schlittenhundeführer) sehr deutlich aufgezeigt haben.
War es 1925 der legendäre Serumtransport von Nenana nach Nome, wo eine Stafette von Schlittenhundegespannen den Transport auf Grund widrigen Wetters übernahm. Mit dieser Leistung konnten die an Diphtherie erkrankten Einwohner von Nome (Alaska) gerettet werden!
Heute erinnert das Iditarod-Rennen über 1.000 Meilen an diese Leistung und lässt den Pioniergeist aufflammen.
Oder denken wir an die vielen Nord- und Südpolexpeditionen, wo Schlittenhunde zum Ziehen schwerer Lasten eingesetzt wurden. Es gab aber auch Transporte von Kriegsgeräten und Nahrung, da Pferde und Maultiere wetterbedingt nicht mehr die Zugarbeit verrichten konnten. Dies geschah im ersten Weltkrieg, die französische Regierung holte 450 Schlittenhunde von Alaska nach Europa, um sie in den eingeschneiten Vorgesen einzusetzen.
Für den Einsatz der Hunde als Schlittenhunde gab es zwei Entwicklungswege im ersten Drittel des letzten Jahrhunderts.
Zum Einen bildeten reinrassige Schlittenhunde die solide Basis für das Ziehen von Schlitten mit Lasten im hohen Norden. Diese Rassehunde gehören der Gruppe der Nordischen Hunde an.
Es sind der Siberian Husky, der Alaskan Malamut, der Samojede und der Grönlandhund. Sie sind Züchtungen aus den kynologischen Erfahrungen der Menschen der jeweiligen Regionen unserer Erde.
So entstand die Rasse der Samojeden durch das Nomadenvolk der Samojeden in den Weiten Sibiriens. Der Grönlandhund hatte seinen züchterischen Ursprung in Grönland. Der Alaskan Malamute wurde in Nordamerika gezüchtet und der heute sehr bekannte Siberian Husky bei den Tschuktschen. Damals war er unter der Bezeichnung Chuckchis bekannt und kam durch William Goosak nach Nordamerika.
Dort wurde er genetisch durch Zuchtveränderungen beeinflusst und es entstand der Rassestandard und seine heutige Bezeichnung.
Man merkte aber auch, dass jeder Hund, der physisch und psychisch in der Lage war, freiwillig im Geschirr vor einem Schlitten zu arbeiten, als Schlittenhund seine Daseinsberechtigung hatte.
Durch Hundezuchten in Nordamerika auf der Grundlage des Siberian Huskys mit Jagd- und Windhunden entstanden die Alaskan Huskys. Einkreuzungen mit sogenannten Trapperhunden brachten weitere genetische Variabilität der Hunde.
In Skandinavien war der Jagdhundanteil viel größer, Deutsch-Kurzhaar und Pointer waren hier genetisch stärker vertreten, es entstanden die Norwegian Hounds. In Mitteleuropa wurden auch solche Züchtungen vollzogen, hier entstand der Europäische Schlittenhund.
Welcher Hund den Schlitten zieht und konzentriert arbeitet, bleibt jedem Gespannführer selbst überlassen. Er entscheidet über den Einsatz von reinrassigen (FCI Ð anerkannte Rasse) oder nichtreinrassigen Schlittenhunden.
Wenn man mit seinem Gespann über den verschneiten Trail fährt und den Blick in die Landschaft schweifen lassen kann, ist das Naturerlebnis völlig unabhängig von der eingesetzten Rasse der Hunde.
Es ist zugleich eine sehr hohe Verpflichtung gegenüber den Hunden, alles zu tun, damit durch artgerechte Haltung, veterinärmedizinischer Vor- und Nachsorge und sportlichem Einsatz ihr Wohlbefinden abgesichert ist.
Deshalb organisiert der VDSV mit seinen Mitgliedsvereinen neben unserer Hauptaufgabe, der Organisation und Durchführung der Wettkampfsaison eines jeden Jahres, Weiterbildungen für Musher und Schlittenhundefreunde unseres Verbandes.
Die Themen sind so vielschichtig wie unser Schlittenhundesport.
Erste Hilfe-Kurse am Hund, veterinärmedizinische Vorträge, Schulungen zum verantwortungsvollen Umgang mit dem Schlittenhund, aber auch das Erlernen von Ski- und Schlittenfahrtechniken sind Bestandteil unserer Verbandsarbeit. Um an Rennen teilnehmen zu dürfen, werden typische Rennsituationen in so genannten 'Mush with P.R.I.D.E.' Seminaren geschult.
Es war der richtige Weg, den die ehemaligen Verbände DSSV und AGSD seit März 2008 gegangen sind, den VDSV-Dachverband zu gründen.
Als mitgliederstärkster Schlittenhundesport Verband Europas stehen wir mit unseren Erfahrungen, unserem Wissen allen Interessenten mit Rat und Tat zur Verfügung. |

Europäischer Schlittenhund |

Deutsch Kurzhaar |
| Reinrassige Schlittenhunde |

Alaskan Malamute |

Grönländer |

Samojeden |

Siberian Husky |
Alaskan Husky
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Schlittenhunde - bei vielen Leuten entsteht dabei sofort das Bild eines knuddeligen Vierbeiners mit schwarz - weißer Zeichnung und blauen Augen.
Besucht man dann ein Schlittenhunderennen stellt man mit Erstaunen fest, wie vielfältig das Erscheinungsbild der Schlittenhunde sein kann. Neben Samojeden und Grönlandhunden beeindruckt der kräftige Alaskan Malamute, aber auch der registrierte Siberian Husky kommt in vielen Farbschattierungen und Körperformen vor. Besucht man sogar ein Rennen des rasseoffenen Verbandes DSSV, so wird mancher vermeintliche Huskykenner nur noch den Kopf schütteln können. Schwarze, rote, weiße, gescheckte, schlanke große, kleine zierliche, Stehohren, Schlappohren, das sollen alles Huskies sein? Was sind das für Hunde, die auf den ersten Blick jedem beliebigen Straßenköter ähneln, auf dem zweiten einen athletischen Körperbau verraten und obendrein den meisten registrierten Schlittenhunden so deutlich vorneweg fahren? |
Es ist dies der ALASKAN HUSKY.
Von Fanatikern der Rassehundeszene als Bastarde verteufelt, ja auf vielen Rennen gar nicht erst zum Start zugelassen (wenn auch zunehmend toleriert) wird diese Rasse bei Sportlern immer beliebter und mit viel Liebe und Sachverstand nach ihrem gemeinsamen Kennzeichen, dem unwiderstehlichen Willen zu laufen (Desire to go) gezüchtet.
Woher stammt dieser Hund, der von keinem Verband registriert ist, ja aufgrund seines vielfältigen Erscheinungsbildes gar nicht registriert werden kann.
Seine Geschichte beginnt mit der Geschichte des Schlittenhundes überhaupt. Es tut Not die verschiedenen 'Urschlittenhunde' zu betrachten, da all diese zusammen die Alaskan Huskies begründeten.
Schon vor mehr als 4000 Jahren wurden in Sibirien Schlittenhunde zu Fortbewegung benutzt. Die Volksstämme der Samojeden, Korjaken und Tschuktschen, sowie einige andere nomadische Völker nutzten die genügsamen Tiere auf ihren ausgedehnten Jagdreisen in der ewigen Weite der arktischen Regionen. Auf ihren Wanderungen brachten sie diese Tiere auch in andere Teile der nördlichen Halbkugel, vor allem aber über die Beringstraße nach Alaska und das übrige Nordamerika.
Die Geschichte und Mythologie der Eskimos und Indianer ist aufs engste mit dem Hund verknüpft. Bis zur 'Entdeckung' Amerikas durch die Europäer und der damit verbundenen Einfuhr von Pferden wurden bis hinunter nach Mexiko ausschließlich Hunde als Lasten- und Zugtiere benützt. Natürlich waren sie auch ansonsten überaus nützliche Tiere. So vernichteten sie die Essens- und Schlachtabfälle, schleckten die Fäkalien der Kinder auf, waren zugleich ihre Spielkameraden, bewachten die Dörfer (was von einigen Berichterstattern der damaligen Zeit auch bestritten wird) und dienten zu guter letzt auch als Nahrung. Bei einigen Stämmen galt Hundefleisch als ausgesprochene Delikatesse. Auch für spirituelle Handlungen wurde öfters ein Hund geopfert.
Eine Familie besaß im Durchschnitt ca. 10 Hunde, einige 'Reiche' sogar bis zu 100!
Grob konnte man drei verschiedene Hundetypen mit vielen Unterarten unterscheiden.
Im Norden dominierte der große, kräftige Polarhundetyp, weiter südlich die schlankeren Indianerhunde und im Südwesten und Mexiko ein noch kleinerer Hund, ähnlich dem Foxterrier. In die Alaskans mit eingeflossen sind wohl die ersten beiden Arten.
Der Polarhundetyp war verbreitet rund um die Arktis, an ihn erinnern heute noch der Grönlandhund, die kamtschatkischen und tschukotkischen Schlittenhunderassen, sowie einige speziell für Expeditionen gezüchtete Alaskan Huskies, wie etwa der 'Polar Husky'.
Der Indianerhund dagegen ähnelte sehr den Wölfen, obwohl es einige Varianten hinsichtlich Größe, Körperbau und vor allem Färbung gab. Es waren in der Regel langbeinige kräftige Hunde, um auch bei tiefen Schnee vorwärts zu kommen.
Die Hunde lebten weitgehend 'frei', wurden jedoch streng erzogen und folgten ausgesprochen gut. Nicht zur Zucht benutzte Hunde wurden fast immer kastriert, aggressive und 'faule' Hunde eliminiert. So entstanden überaus verträgliche Familienhunde die zudem durch ihre Zähigkeit, ihren Arbeitswillen und ihre Genügsamkeit einen hohen Nutzen hatten.
Die Europäer kamen erst sehr spät (um 1800) auf den Gedanken sich die Schlittenhunde zunutze zu machen. Trotzdem auch in Europa vereinzelt Tiere zu Zugzwecken verwendet wurden (z.B. bei Händlern und Bauern).
Die ersten waren die Polarforscher, welche anfangs die Gespanne allerdings gleich mit ihren Führern mieteten. Erst Nansen, MacClintock und Amundsen versuchten die Gespanne selbst zu lenken, mit anfänglich bescheidenen, dafür erheiternden Versuchen (zumindest für die Zuschauer), wie bei Nansen 'In Nacht und Eis' nachzulesen ist. Nie wieder wurden ihre gigantischen Leistungen ohne Hunde wiederholt.
Einen gewaltigen Umbruch des bis dahin beschaulichen, von Traditionen geprägte Schlittenhundeleben brachten die weißen Goldgräber auf ihrem Weg in die Goldfelder des Yukon und Alaskas. Sie benützten alles, das irgendwie Lasten tragen oder ziehen konnte. Neben Pferden und Maultieren, Schafen, Ziegen kamen dann hauptsächlich alle Rassen von Hunden, europäischen wie auch einheimischen zum Einsatz. Diese harte Zeit überlebten nur die härtesten und widerstandsfähigsten Hunde. Beliebt waren im Gegensatz zu den Indianer-hunden, große und schwere Hunde, auch wurden aggressive Hunde toleriert und teilweise sogar gezüchtet. Daneben wurden aber auch leichtere schnellere Hunde zu Postzwekken verwendet, die sog. 'Bird Dogs'. Dies waren meist Irish- und Gordon Setter, Golden- und Labrador Retriever u. a..
Eine weitere Neigung der Weißen war ihr Hang zu Wettbewerben, bei denen es um Geld ging. Dieser auf den ersten Blick negativen Eigenschaft haben es die Schlittenhunde wohl zu verdanken, daß es sie überhaupt noch gibt.
Denn massiv übernehmen Eisenbahn, Kleinflugzeuge und Motorschlitten die Aufgaben der Schlittenhunde.
1908 fand in Nome (Alaska ) das erste professionelle Schlittenhunderennen statt. Das 'All Alaska Sweepstakes' über 670 km führte von dort nach Candle und zurück. Zunächst benutzte man hierfür die bewährten Lastenhunde. Doch der menschliche Ehrgeiz erkannte sofort, daß dieser Hundetyp hierzu nicht der geeignetste war und schon im nächsten Jahr standen extra zu diesem Zweck gekaufte Hunde aus Markowo (Tschukotka) am Start. Auch Malamute - Setter Mischlinge und Birddogteams gingen an den Start. Erst ein Hund der dieses Rennen bewältigt hatte, galt fortan als 'Alaskan'. Der Startschuß zur breitgefächerten Rasse des Alaskan Huskies war getan. 1925 konnten die Alaskans dann ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis stellen. Eine Diphterieepedimie grassierte in der von der Außenwelt abgeschlossenen Stadt Nome. Die Technik versagte bei Temperaturen von -50 °C und Blizzards. Eine Reihe von Schlittenhundeführern (Mushern), unter ihnen auch der berühmte Seppala, brachten in wenig mehr als 5 Tagen das lebensrettende Serum über 1000 km nach Nome. Seit 1973 errinert das 1800 km lange Iditarodrennen an dieses Ereignis.
Die Hunde wurden nun immer gezielter auf die Anforderungen der Rennen hingezüchtet. Als Basis nutzte man die importierten tschukotkischen Hunde sowie die vorhandenen Indianerhunde und kreuzte gezielt Birddogs sowie später auch Pointer und Windhunde mit ein. Dass hieraus eine Unzahl von Zuchtlinien möglich war und ist, leuchtet ein. Auch besann man sich wieder auf die alten Tugenden der Schlittenhunde, geringe Aggressivität und gutes Sozialverhalten, sowie im Rennsport wichtig, verminderter bis gar kein Jagdtrieb!
So geht heute die Palette der Alaskans vom 50 kg schweren Trapperhund bis zum 17 kg leichten Rennhund. Eines allerdings ist ihnen allen gemeinsam: ein unbändiger, kaum zerstörbarer Wille zum Laufen, harte, zähe Pfoten, Ausdauer, dichtes Fell, Genügsamkeit, Verträglichkeit mit anderen Hunden und vor allem zum Menschen.
Bekannte Zuchtlinien (oder fast schon eigene Rassen) sind die Aurora Huskies der Wrightfamilie, die Huslia Huskies der Attlafamilie, die Linien der Streeperbrüder, der Saundersons, von Drake und Dunlap, um nur einige zu nennen. Deren Stammbäume lassen sich oft bis 6, 7 Generationen und mehr zurückverfolgen, alle mit dem selben Zuchtziel: gute und gesunde Hunde unabhängig von ihrem Aussehen.
Seit Anfang der 60er Jahre gibt es Schlittenhunderennen in Mitteleuropa, aber erst Ende der siebziger Jahre fasste der Alaskan Husky Fuß, gegen den erbitterten Widerstand einiger fanatischer Verfechter der reinrassigen Schlittenhunde.
Zu unterscheiden von den Alaskan Huskies sind die in letzter Zeit häufiger zu sehenden 'Hounds', bei denen der Jagdhund oder Windhundanteil überwiegt. Diese Hunde sind Spezialisten vor allem bei Sprintrennen und vermissen einige Eigenschaften der nordischen Hunde (zu denen auch die Alaskans zählen), wie Genügsamkeit und Widerstandsfähigkeit gegen Kälte, dies stellt aber in Mitteleuropa sicherlich kein Problem dar.
Bleibt zu hoffen, dass die Alaskan Huskies bald friedlich mit ihren reinrassigen Kollegen um die Wette laufen dürfen und dass ihnen das Schicksal eines Modehundes erspart bleibt.
Thomas Gut
Literaturnachweis:
"Schlittenhunde in Eis und Schnee", Cellura, Blanckensteinverlag
"Dog Driver" , J. und M. Collins, Alpin Publications
"Mush", B. Levorsen, Arner Publications
"Der Hund bei den Plainsindianern", W. Homann, Verlag für Amerikanistik
Europäischer Schlittenhund/Scandinavian Hound
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Eigentlich war der Name Europäischer Schlittenhund gewählt worden, um die vielen im europäischen Schlittenhundesport laufenden Jagdhundkreuzungen dem Schlittenhund zuzuordnen.
Da sich bei den meisten Hunden nachvollziehen läßt, aus welchen Ländern Europas die Elterntiere oder Zuchtlinien stammen, lag der Name „Europäischer Schlittenhund“ nahe.
Die Rasse zählt zu den neueren Schlittenhundetypen. Der Ursprung liegt in einer gezielten Kreuzung bestimmter norwegischer oder schwedischer Vorsteherhunde, die erfolgreich im Schlittenhundesport eingesetzt wurden, mit Alaskan Husky aus Attla- und G. Whright-Linien.
Unabhängig davon ist die gezielte Kreuzung mit Jagdhunden im Schlittenhundesport keine Erfindung der neunziger Jahre sondern wurde in Alaka bereits zu Beginn der 20-ziger Jahre praktiziert. Durch die Abgeschlossenheit des nordamerikanischen Rennzirkusses einerseits und den strengen Quarantänebedingungen in Skandinavien andererseits haben sich jeweils verschiedene Zuchtrichtungen entwickelt. |
In Skandinavien ist es schon seit über 50 Jahren Tradition, mit Deutsch Kurzhaar und Englisch Pointer Rennen zu fahren. Zu Beginn der 80-ziger Jahre wurden die ersten Alaskan Huskies nach Skandinavien importiert. Aber viele der skandinavischen Musher merkten, daß, wenn sie eines Tages die alaskanischen Musher schlagen wollten, sie mit etwas Neuem aufwarten müßten. Etwas, was die Musher in Alaska nicht hatten. An diesem Punkt kamen die Jagdhunde ins Spiel und man besann sich auf den alten, aber immer noch gültigen Satz: "breed the best to the best". Man verpaarte die besten skandinavischen Deutsch Kurzhaar und Englisch Pointer mit den besten importierten Alaskan Huskies und erhielt einen neuen Schlittenhundetyp: den skandinavischen Hound. Hunde wie Labben, Finbeck, Gretzky, Mike, um nur einige zu nennen, sind Namen, die genau wie die Alaskan Huskies Lingo,Rex, Killer, Victor, Sailor, Gunner, eine Vielzahl von tollen Hunden herausgebracht haben und auch in den nächsten Jahren zuchtbestimmend sein werden.Der norwegische Vorstehhund hat im Laufe vieler Jahre jagdlicher Verwendung im gebirgigen Gelände gelernt, ausdauernd und kraftvoll am Berg zu laufen und gibt dies in der Zucht auch an seine Nachfolgegenerationen weiter. In dem Willen am Berg energisch zu laufen, ist ihm kaum ein anderer Hundetyp überlegen und wer die norwegischen und schwedischen Sportler im Wettkampf erlebt hat, war davon sicher beeindruckt.
Der Alaskan Husky gibt als genetische Anteile seine große Ausdauer und gute Ansprechbarkeit mit. Sehr wichtig ist die Vererbung der Fellqualität. Wertvoller Zuchthintergrund vieler Hunde der entsprechenden Alaskanlinien sind deren hervorragende Leaderqualitäten.
Der Europäischer Schlittenhund zeichnet sich durch ein angenehmes Wesen und eine große Athletik aus. Auf Grund seiner Charaktereigenschaften ist er nicht nur ein sehr guter Schlittenhund, sondern auch ein äußerst angenehmer Begleit- und Familienhund. Sein Haarkleid ist meist kürzer als das des Alaskan Husky, aber mit sehr viel und sehr dicker Unterwolle. Er toleriert größere Temperaturschwankungen im Winter genauso problemlos wie andere Schlittenhunde und friert bei entsprechender Vorbereitung nicht mehr als die nordischen Hundetypen.
Der Europäischer Schlittenhund besitzt einen starken Laufwillen, was sich besonders im bergigen Gelände beweist. Er liebt die Arbeit vor dem Schlitten eben so wie die Beschäftigung im freien Spiel. Zu Beginn und im Verlaufe eines Rennens zeigt sich bei den Hunden, was der Musher unter „desire to go - nach vorne drängen“ versteht.
Im Gegensatz zu reinen Jagdhunden, die in rivalisierenden Situationen dem Artgenossen gegenüber eine gewisse Aggression besitzen, hat der europäische Schlittenhund ein gutes Sozialverhalten und liebt es in Gruppen von 2-3 Hunden zu leben.
Geprägt durch seine Genetik entwickelt sich der Europäischer Schlittenhund im Vergleich zu den nordischen Hunderassen langsamer. Die körperliche Entwicklung ist oftmals erst mit 3 Jahren, besonders bei den Rüden, abgeschlossen.
Der Hundetyp zeigt sehr gute Winkelungen und Muskelansätze, die sich durch eine entsprechende körperliche Konditionierung zu sehr guten Muskelpartien entwickeln.
Die Rüden sind meist sehr groß (bis zu 72 cm Widerrist) und besitzen ein Körpergewicht bis 34 kg als erwachsener Hund. Die Hündinnen sind kleiner und leichter.
Die Ansprüche an die Fütterung sind vergleichbar mit denen eines Alaskan Husky, wobei in der Welpen- und Junghundphase großer Wert auf eine optimale Versorgung gelegt werden sollte, will man einen gesunden, leistungsfähigen Hund aufziehen. Der Europäischer Schlittenhund braucht unbedingt den nahen Kontakt zum Partner Mensch, dann ist er eine Schlittenhunderasse, auf die man nicht mehr verzichten möchte.
© by Dagmar Kriegler
Skandinavischer Hound
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Als vor einigen Jahren durch die schwedischen und norwegischen Musher sowohl reine Deutsch Kurzhaar und Englisch Pointer, als auch Skandinavische Hounds nach Deutschland kamen, nahm, bis auf wenige Insider, kaum jemand Notiz von diesen Hunden. Da meistens Pulka-Fahrer reine Deutsch Kurzhaar oder Englisch Pointer einsetzten, nahm man damals an, dass diese Hunde aufgrund Ihrer Größe und Ihres Gewichtes maximal für die vier Hundeklasse geeignet seien. Nach dem eindrucksvollen Sieg beim damaligen schwersten europäischen Etappenrennen, dem Alpirod, im Jahre 1995 durch Roger Leegard und seine Skandinavischen Hounds wurde dieses Vorurteil entkräftet. Langsam, aber stetig setzte sich dieser Hundetyp auf den europäischen Rennplätzen durch und spätestens nach der historischen Siegesserie von Egil Ellis in der Saison 1998/99, wo er alle wichtigen offenen Rennen in Alaska gewinnen konnte, hat der Skandinavische Hound seine Zucht-Leistungsprüfung bestanden. |
Unabhängig davon ist die gezielte Kreuzung mit Jagdhunden im Schlittenhundesport keine Erfindung der neunziger Jahre sondern wurde in Alaka bereits zu Beginn der 20-ziger Jahre praktiziert. Durch die Abgeschlossenheit des nordamerikanischen Rennzirkusses einerseits und den strengen Quarantänebedingungen in Skandinavien andererseits haben sich jeweils verschiedene Zuchtrichtungen entwickelt.
In Skandinavien ist es schon seit über 50 Jahren Tradition, mit Deutsch Kurzhaar und Englisch Pointer Rennen zu fahren. Zu Beginn der 80-ziger Jahre wurden die ersten Alaskan Huskies nach Skandinavien importiert. Aber viele der skandinavischen Musher merkten, dass, wenn sie eines Tages die alaskanischen Musher schlagen wollten, sie mit etwas Neuem aufwarten müssten. Etwas, was die Musher in Alaska nicht hatten. An diesem Punkt kamen die Jagdhunde ins Spiel und man besann sich auf den alten, aber immer noch gültigen Satz: "breed the best to the best". Man verpaarte die besten skandinavischen Deutsch Kurzhaar und Englisch Pointer mit den besten importierten Alaskan Huskies und erhielt einen neuen Schlittenhundetyp: den skandinavischen Hound. Hunde wie Labben, Finbeck, Gretzky, Mike, um nur einige zu nennen, sind Namen, die genau wie die Alaskan Huskies Lingo,Rex, Killer, Victor, Sailor, Gunner, eine Vielzahl von tollen Hunden herausgebracht haben und auch in den nächsten Jahren zuchtbestimmend sein werden.
Der Skandinavische Hound zeichnet sich durch seine hervorragende Athletik und seinen unbändigen Spaß am Laufen aus. Es sind extrem freundliche Hunde mit einem sehr ausgeprägten Sozialverhalten. Selbst in großen Gruppen kommt es kaum zu Konflikten.
Die Bindung an den Menschen ist bei diesem Hundetyp sehr stark. Durch den Wunsch es seinem Musher ständig recht zu machen, ist eine leichte Trainierbarkeit gegeben. Die Fähigkeit, schnell zu lernen, ist stark ausgeprägt, so dass negative Erfahrungen im Gespann z.B. durch Herüberbeißen beim Überholen auch schnell gespeichert werden. Dieses Verhalten ist nicht als "weich" zu bezeichnen, sondern hat etwas mit Intelligenz zu tun.
Der Skandinavische Hound ist ein robuster, gesunder Hundetyp mit ausgesprochen guten Pfoten. Bei Temperaturen bis -25 Grad Celsius haben auch diese Hunde keinerlei Probleme mit der Kälte, evtl. kann man bei diesen Temperaturen, z.B. zum Droppen, Hundejacken verwenden. Diese Jacken gibt es in verschiedenen Ausführungen und werden z.B. bei scharfem Wind auch sehr gerne von allen anderen Hundetypen angenommen. Beim Yukon Quest oder Iditarod werden diese Jacken seit Jahren auch den noch so dick behaarten Alaskan Huskies angezogen.
Vor der Zucht mit diesen Hunden sollte man sich als Musher zunächst intensiv mit den verschiedenen Zuchtrichtungen befassen und auseinandersetzen. Es gibt Linien, die ausgesprochen große und kräftige Hunde hervorbringen bzw. solche, die einen sehr hohen Prozentsatz an unlimitierten Hunden produzieren. Bereits ab weniger als 50% Houndanteil ist teilweise der Nachwuchs nicht mehr äußerlich von den "klassischen" Alaskan Huskies zu unterscheiden. Der interessierte Leser sollte sich mal einige "reine" Wright Hunde ansehen und diese mit demErscheinungsbild des Skandinavischen Hounds vergleichen.
Der Einfluss des Skandinavischen Hounds schwappt nun auch nach Nordamerika über. Dieser Hundetyp stellt durch seine vielseitige und unkomplizierte Art sicherlich eine Bereicherung im Schlittenhundesport dar.
Alaskan Malamute - Grönländer - Samojeden
Alaskan Malamute |
| Als »Lokomotive des Nordens« wird dieser Hund heute noch bezeichnet. |
Das läßt auf Kraft und Ausdauer schließen. In der Tat ist dieser Hund der größte und stärste Schlittenhund unter den vier Schlittenhunderassen, die wir kennen.
Gezüchtet wurde er ursprünglich von einem Inuit-Stamm, der vor etwa 2000 Jahren von Sibirien nach Nordamerika kam, den Mahlemiuts, später Mahlemuts genannt.
Dieses Volk stellte folgende Ansprüche an diesen Hund: Stark, zum Ziehen von schweren Lasten, unempfindlich gegen die Unbillen der Witterung und ausdauernd mußte er sein.All diese guten Eigenschaften kennzeichnen auch heute noch den Alaskan Malamute. Er ist der kräftigste der vier Schlittenhunderassen, gutmütig, manchmal ein wenig eigensinnig, aber immer bereit zur Arbeit vor dem Schlitten. Seine ernormen Kräfte und sein Eigensinn stellen an den Hundehalter jedoch einige Ansprüche an Erfahrung in der Haltung von Hunden.
Für den Anfänger ist er weniger geeignet. Ein konsequentes Auftreten seines Besitzers ist erforderlich, damit dieser immer der Herr im Rudel bleibt. Sehr schnell hat sonst der Hund das Sagen. Ist er seinem Herren gegenüber ein ergebener Gefährte, wird innerhalb des Rudels die Rangordnung mit aller Härte ausgetragen. Auch hier ist viel Erfahrung des Hundehalters gefragt.
Der Alaskan Malamute hat eine äußerst kräftige Erscheinung. Die Schulterhöhe eines Rüde beträgt etwa 63 cm, die einer Hündin etwa 58 cm. Das Gewicht des Rüden kann bis zu 40 kg betragen, während es eine Hündin auf ca 34 kg bringt. Das Fell ist wolfsgrau, aber auch Farbschattierungen von hellem Grau bis hin zu schwarz sind möglich. Die Läufe und Pfoten und die Zeichnung im Gesicht sind weiß. Die Rute wird geringelt über dem Rücken getragen.
Der Alaskan Malamute läuft nicht so schnell wie beispielsweise der Siberian Husky. Er hat eine gemächlichere Gangart, ist aber dafür sehr ausdauernd und legt seine Strecke in einem gleichmäßigen Tempo zurück, egal wie schwer auch die Last ist, die er zu ziehen hat. Das wurde damals von den ursprünglichen Züchtern von ihm verlangt und so macht er es auch heute noch, ein zuverlässiger Arbeiter. |
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Samojede |
Zwischen Ural und dem Fluß Jenissei in Westsibirien lebte das Volk der Samojeden. Es waren nomadisierende Rentierzüchter, Jäger und Fischer. Sie hatten einen Hund gezüchtet, der sowohl für die Jagd, dem Hüten der Rentierherden, als auch als Schlittenhund einsetzbar war. Bereits Anfang des 18 Jahrhunderts lernten Reisende diesen Hund kennen und berichteten davon. Ihnen ist es zu verdanken, daß dieser Hund den Namen des Volkes erhielt, das ihn seinerzeit gezüchtet hat - den Samojeden. Aufgrund der Tatsache, daß der Samojede für seinen ursprünglichen Besitzern, den Nomadenvölkern der Samojeden als sehr wertvoll eingeschätzt wurden, durften sie nicht selten sogar das Zelt mit den Familien teilen. Dadurch ergab sich eine besondere Bindung zwischen Tier und Mensch, die sich bis heute erhalten hat. Nicht immer sah der Samojede so aus wie heute. War seine Fellfarbe ursprünglich uneinheitlich, wird er heute möglichst als schneeweißer Hund gezüchtet. Allenfalls cremefarbenes Fell wird noch akzeptiert. Obwohl er in seiner äußeren Erscheinung einem Spitz ähnelt, hat er mit diesem nichts zu tun.
Ein Rüde hat eine Schulterhöhe von etwa 51 bis 56 cm, eine Hündin mißt etwa 46 bis 51 cm. Der Körper eines Samojeden ist kompakt und sehr muskulös. Er trägt seine buschige Rute sichelförmig über dem Rücken. Der Samojede ist ein aufmerksamer, wachsamer Hund, der seinem Herrn gegenüber sehr anhänglich ist. Er ist ein ausdauernder Arbeitshund und deshalb sehr gut geeignet für die Arbeit vor dem Schlitten. Die ersten Samojeden kamen 1889 durch den Engländer Scott nach England. Von dort verbreiteten sie sich schnell über ganz Europa. Leider sieht man den Samojeden heute nicht mehr so oft als Schlittenhund wie das wünschenswert wäre. Seine Lust am Bellen schreckt potenzielle Halter wohl wegen des zu erwartenden Ärgers mit den Nachbarn ab. Wie alle Schlittenhunde möchte auch der Samojede in einem Rudel leben und benötigt für sein Wohlbefinden ausreichende Beschäftigung. Die Arbeit vor dem Schlitten entspricht deshalb hervorragend diesem Beschäftigungsdrang. |
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Grönlandhund |
Wie der Name schon sagt, stammt dieser Hund aus Grönland.
Die dort lebenden Inuit züchteten diesen Hund, um ihn einerseits als Schlittenhund, andererseits aber auch zur Jagd auf Robben und Eisbären einzusetzen. Er war und ist auch heute teilweise noch ein unersätzlicher Helfer dieser Menschen in ihrem harten Kampf ums Überleben. Er zieht den Schlitten, spürt die Robben an ihren Atemlöchern auf und stellt den Eisbären bei der Jagd. Dazu war ein harter, kraftvoller und mutiger Hund vonnöten, den die Inuit in einer harten Auslese zu züchten wußten.
Mit der gleichen Härte war aber auch das Verhältnis zwischen Mensch und Tier geprägt. Dies hatte zur Folge, daß diese Tiere in ihrem Verhalten noch viele Wesensmerkmale ihres Urahns, des Wolfs, bis in unsere Zeit beibehalten haben. Schwäche wird von diesen urtümlichen Tieren bestraft, und so muß der Mensch, der sich mit dem Grönlandshund abgibt, immer darauf achten, daß er das Alfa-Tier, also das ranghöchste Tier im Rudel bleibt. Obwohl durch großes Einfühlungsvermögen einzelner Züchter und Halter über viele Generationen hinweg in Mitteleuropa auch dieser Hund seine rauhe Schale in einen durchaus liebenswerten Charakter gewechselt hat, ist für seine Haltung immer noch viel Erfahrung und Kenntnis der natürlichen, sprich wölfischen,Verhaltensweisen notwendig, will man seine ungetrübte Freude an diesen Hunden haben.
Untereinander nämlich kennen diese Hunde nach wie vor kein Pardon. So sind Rangstreitigkeiten immer wieder an der Tagesordnung, die dann mit unerbittlicher Härte ausgetragen werden.
Alles in allem macht dieser Hund einen kraftvollen, den harten Bedingungen in seiner Heimat entsprechenden Eindruck. Er hat durch sein dichtes Fell eine kompakte Erscheinung. An die Färbung seines Fells werden keine besonderen Anforderungen gestellt, alle Farben sind möglich. Ein Rüde soll mindestens eine Schulterhöhe von 60 cm haben, bei der Hündin sollen es mindestens 55 cm sein.
Leider sieht man den Grönlandshund bei uns recht selten, was in der doch etwas schwierigeren Haltung begründet ist.
Quelle: dslt.de |
Siberian Husky
Siberian Husky |
Der Siberian Husky ist der kleinste, aber auch der schnellste der reinrassigen Schlittenhunde.
• Seine ursprüngliche Heimat ist der Nord-Osten von Sibirien, etwa vom Fluß Lena bis hin zum Ochotskischen Meer und dem Beringmeer. Dort wurde er von den Nomadenvölkern der Tschuktchen, der Kamtschadalen, der Korjaken und der Jugakiren gezüchtet.
• Diese Völker waren zum Teil Jäger und Fischer und zum Teil Rentierzüchter. Für sie war der Siberian Husky ein wertvoller Begleiter im täglichen Leben, der zum Transport von Handelsware, der Jagdbeute, aber auch des Hab und Gutes eingesetzt wurde. Ohne diese Schlittenhunde war ein Austausch der lebenswichtigen Güter unter den Völkern oft nicht möglich.Ein Schlittenhundegespann war oft die einzige Möglichkeit, Kontakte zu anderen Stämmen aufrecht zu erhalten.
• Pro Familie wurden etwa 8 bis 10 Hunde gehalten. Die kargen Lebensbedingungen und die Arbeit vor dem Schlitten prägten einen äußerst widerstandsfähigen, genügsamen und den Witterungseinflüssen gegenüber unempfindlichen Hund.
• Niemals wurden diese Tiere mit in die Zelte genommen, sie mußten vielmehr selbst bei Temparaturen unter -50° C draußen schlafen. Dazu gruben sie sich selbst eine Mulde in den Schnee oder ließen sich einschneien. So konnten sie der bitteren Kälte trotzen.
• Im Jahr 1909 brachte ein russischer Pelzhändler den Siberian Husky nach Alaska. Dort wurden seit einiger Zeit Rennen mit Schlittenhundegespannen ausgetragen. Zunächst von den Einheimischen wegen seiner geringen Körpergröße belächelt und verspottet, zeigte der Siberian Husky sehr schnell seine Überlegenheit in Schnelligkeit und Ausdauer gegenüber den landesüblich eingesetzten Hunden.
• Bereits das erste Rennen, das die neuen Hunde bestritten, wurde von ihnen gewonnen. Weitere Erfolge liesen nicht auf sich warten. Danach begann der Siegeszug des Siberian Husky, der ihn schließlich Anfang der siebziger Jahre auch nach Deutschland brachte.
Der Siberian Husky ist ein mittelgroßer Arbeitshund mit anmutigen Bewegungen. Die Schulterhöhe beträgt beim Rüden etwa 54 bis 59 cm, bei der Hündin 51 bis 55 cm.Das Fell ist dicht und mittellang; es besteht aus einem Doppelmantel: Der Unterwolle, dicht und weich, und den Grannenhaaren des Außenmantels, die gerade vom Körper abstehen. Das Fell wird niemals getrimmt oder geschnitten. Die Hunde verlieren die Unterwolle im Frühjahr automatisch.
• Die Farbe des Fells variiert von ganz weiß über grau, bräunlich bis schwarz. Die häufigste Farbkombination ist grau/braun/weiß, die beliebteste unter Nichtfachleuten ist schwarz/weiß, möglichst mit blauen Augen. Dabei ist die Normalfarbe der Augen nicht blau sondern braun. Es kommt aber auch vor, daß ein Auge blau ist und das andere braun, oder ein Auge halb braun und halb blau.
• Der Siberian Husky ist, wie bereits oben erwähnt, ein Arbeitshund, der es ohne Mühe schafft, leichtere Lasten mit mäßiger Geschwindigkeit über weite Strecken zu ziehen. Dabei sind 80 bis 100 km pro Tag durchaus im Bereich des Möglichen.
• Deshalb ist es nicht verwunderlich, daß er einen unbändigen Bewegungsdrang an den Tag legt. Am liebsten lebt der Siberian Husky in einem soziel gut strukturierten Rudel. Deshalb ist es empfehlenswert, diesen Hund immer in einem Rudel zu halten, und sei es nur das kleinste denkbare Rudel, nämlich zwei Tiere.
Quelle: dslt.de |
Schlittenhundeausbildung
05.05.2010
VDSV-Seminar "Praxis der Hundeerziehung" vom 02.-04.07.2010 (Ausschreibung)
05.05.2010
VDSV-Mushing Workshop mit Heini Winter und Sylvia Ulrich vom 02.-03.10.2010 (Ausschreibung)
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